Yorck Heerhorst ist der neue Hans im Glück

Am 24. Februar feiert das neue Stück der Klosterbühne Wennigsen Premiere. Inszeniert von Regisseur Ernst-Richard Köper wird Bertholt Brechts „Hans im Glück“ aufgeführt. Neuer Hauptdarsteller des Stücks ist Yorck Heerhorst, der mitten in den Proben einspringen musste.

 

Wennigsen. Seit mehr als drei Monaten probt das Ensemble der Klosterbühne Wennigsen bereits für das neue Stück. Die Premiere ist aber trotzdem noch etwas hin. Am 24. Februar wird das Team erstmals „Hans im Glück“ von Bertolt Brecht im Klostersaal vorstellen.

Dass ein Theaterstück viel Vorbereitung benötigt, weiß vor allem der Regisseur des Stücks, Ernst-Richard Köper. Trotz des Zeitdrucks ist Köper mit dem aktuellen Stand der Proben zufrieden. Dass die so reibungslos ablaufen, war nicht immer vorhersehbar. Mitten in den Proben musste im Oktober der Hauptdarsteller Niklas Niemann ausgetauscht werden. „Er stand plötzlich beruflich vor neuen Herausforderungen und konnte die Rolle wegen des Zeitaufwandes nicht mehr übernehmen“, erklärt der Regisseur. Trotzdem bleibt Niemann dem Stück erhalten und wird nun die Rollen des Kaufmanns und des Schäfers übernehmen. Ein neuer Hans im Glück wurde jedoch schnell gefunden: Yorck Heerhorst erklärte sich bereit, die Rolle zu übernehmen – und stellte sich damit einer großen Herausforderung. Denn für Heerhorst bedeutete das nicht nur, viel Text in kurzer Zeit zu lernen, sondern auch ständig präsent zu sein. „Hans steht in jeder der elf Szenen des Stückes auf der Bühne“, sagt der Darsteller. Der Schock über den Ausfall des Hauptdarstellers sei aber mittlerweile überwunden, das Team eingespielt. „Mit der Lösung sind wir alle zufrieden“, betont Köper.

Neben den Darstellern und den Proben ist aber auch die Gestaltung des Bühnenbildes anspruchsvoll und zeitintensiv. Da Brechts Regieanweisungen in dem Drama eher mager seien, sei die Gestaltung schwierig. „Auffallend ist aber, dass Brecht sehr viel Wert auf die Beschreibung des Himmels legt“, erzählt der Regisseur. Aus diesem Grund wurde extra für die Aufführungen ein Bühnenhimmel entworfen, der zwar in jeder Szene vorhanden ist, aber immer eine andere Stimmung erzeugen soll. Vor dem Himmel muss zudem in jeder der elf Szenen ein anderes Szenenbild auf die Bühne gebracht werden, das teilweise aufwändige Requisiten wie zum Beispiel ein Karussell benötigt.

Die technische Hauptprobe findet am 20. Februar statt. Erst dann wird sich endgültig zeigen, ob das Zusammenspiel zwischen Darstellern, Bühnenbild und der eigens für die Inszenierung komponierten Musik stimmig ist. Bislang läuft aber alles nach Plan.

Von Johanna Kruse

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